Datenschutz
DSGVO & Tier-Apps: Worauf du achten solltest
5 Min. Lesezeit · Von Jamie Hennemann

Soziale Netzwerke für Haustiere sammeln oft mehr Daten, als man denkt – von Standort über Fotos bis zu Nutzungsverhalten. Dieser Ratgeber erklärt, welche Datenschutzfragen du dir vor der Anmeldung stellen solltest und was ein DSGVO-konformer Dienst mitbringt.
Wo werden meine Daten gespeichert?
Der Serverstandort entscheidet, welches Datenschutzrecht gilt. Liegen die Server in den USA, können Behörden unter bestimmten Bedingungen darauf zugreifen. Dienste mit Servern in Deutschland oder der EU unterliegen vollständig der DSGVO.
Welope ist bewusst self-hosted in Deutschland – die Server stehen in Liebenscheid, Rheinland-Pfalz. Die Daten verlassen das Land nicht und werden nicht an US-Clouds oder Drittanbieter weitergereicht.
Tracking, Werbung und Weitergabe
Viele kostenlose Netzwerke finanzieren sich über Werbung und verkaufen dafür Nutzungsprofile. Achte darauf, ob ein Dienst Tracking-Pixel oder Marketing-Cookies setzt und ob Daten an Werbenetzwerke fließen.
Prüfe die Datenschutzerklärung auf klare Aussagen: kein Tracking, keine Weitergabe, keine Profilbildung zu Werbezwecken. Fehlen solche Zusagen, ist Vorsicht angebracht.
Deine Rechte: Auskunft und Löschung
Die DSGVO gibt dir das Recht, zu erfahren, welche Daten über dich gespeichert sind (Art. 15), und diese löschen zu lassen (Art. 17). Ein guter Dienst macht das einfach – formlos per E-Mail, ohne Hürden.
„Löschen" sollte auch wirklich löschen bedeuten: Profildaten, Beiträge und Medien werden aus der aktiven Nutzung entfernt, statt nur ausgeblendet zu werden.
Häufige Fragen
Woran erkenne ich ein DSGVO-konformes soziales Netzwerk?
An Servern in Deutschland/EU, klaren Zusagen gegen Tracking und Datenweitergabe sowie einfachen Wegen für Auskunft (Art. 15) und Löschung (Art. 17).
Warum ist der Serverstandort wichtig?
Er bestimmt das geltende Datenschutzrecht. Server in Deutschland/EU unterliegen der DSGVO; bei US-Servern sind Zugriffe durch Behörden möglich.